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Ambra-Interieur mit Holzmöbeln und natürlichem Licht im Film Cromatica

Die Freiheit, Farbe zu wählen

Noema JournalNovember 20261 Min. Lesezeit

Wenn uns eine Ästhetik vertraut wird, kann sie irgendwann wie die einzig mögliche erscheinen. Wir begegnen ihr in den Gegenständen, die wir wählen, in unserer Kleidung und in unseren Wohnräumen. Der Film Cromatica stellt unterschiedliche Bildwelten gegenüber und wirft eine Frage auf: Wie viel Raum lassen wir der Farbe noch?

Ein neutral gestalteter Raum kann eine bewusste, persönliche Entscheidung ausdrücken. Farbe eröffnet weitere Möglichkeiten: Sie hebt eine Wand hervor, verändert das Verhältnis der Möbel zueinander und begleitet das Licht. Eleganz entsteht auch aus diesen Verbindungen, aus dem ausgewogenen Zusammenspiel der einzelnen Elemente.

Cromatica führt Breras Auseinandersetzung mit roher Erde fort und öffnet sie für fünf Farbrichtungen: Cotto, Cipria, Ambra, Salvia und Petrolio. Die Präsenz des Materials trifft auf Farbe und bietet einen Ausgangspunkt, um einen ganzen Raum zu gestalten.

Eine Oberfläche zu wählen bedeutet deshalb auch, ihr Umfeld mitzudenken. Holz, Stoff oder Metall können unterschiedliche Nuancen hervorbringen. Dekore eröffnen eine weitere Ausdrucksmöglichkeit: einen Rhythmus, eine Bewegung, ein Detail, das dem Licht begegnet und der Wand Charakter verleiht.

Die Gegenüberstellung im Film lädt dazu ein, unsere Entscheidungen neu zu betrachten. Ein Zuhause kann geborgen oder lichtdurchflutet, reduziert oder detailreich sein. Farbe ist Teil dieser gestalterischen Freiheit.

Cromatica. Make room for colour.

Die Freiheit, Farbe zu wählen · Noema Journal