Die Wahl eines Materials beginnt oft mit einem Muster. Wir betrachten es, halten es neben einen Stoff, rücken es zum Fenster. Noch bevor wir uns für eine Farbe entscheiden, stellen wir uns bereits eine Beziehung vor.
Die Oberfläche wird Teil eines Raumes. Sie begegnet anderen Materialien, einem bestimmten Licht und dem Abstand, aus dem sie betrachtet wird. Was auf dem Tisch wie eine einzelne Eigenschaft wirkt, wird Teil eines Ganzen: Es kann Kontinuität schaffen, einen Kontrast setzen oder ein Volumen deutlicher hervortreten lassen.
Deshalb beginnt ein Entwurf nicht mit der Frage: Welche Ausführung? Er beginnt mit dem, was wir ermöglichen wollen. Ein geborgener Raum, ein heller Durchgang, eine Wand, die den Blick festhält: Unterschiedliche Absichten verlangen unterschiedliche Beziehungen.
Das Moodboard macht diese Möglichkeiten sichtbar. Es ist keine Ansammlung schöner Gegenstände. Es ist ein Raum des Vergleichs, in dem das Wegnehmen eines Materials ebenso wichtig sein kann wie das Hinzufügen.
Auch aus dieser Arbeit entsteht eine Noema-Kollektion: das Material danach zu befragen, welche Erfahrung es tragen kann, bevor es seine endgültige Form erhält.

